Fototechnik

hauptsächlich Kleinstbildtechnik


Die Fotografie hat mich mein ganzes Leben begleitet, ohne aber meine anderen Interessen damit zu blockieren. Mein Vater war schon ein begeisterter Amateurfotograf, von ihm besitze ich noch eine „Ihagee“-Klappkamera im 6x9-Format, die in den Dreißigerjahren ja etwa einer Studiokamera entsprach. Vater nahm mich auch gelegentlich in den Fotoclub seiner Firma mit, wo wir mit den geliehenen Geräten Schwarz-Weiß-Fotos ausarbeiten konnten. Viele Firmen hatten in den Fünfzigern solche Fotoclubs, die bald aber obsolet waren, nachdem die Ausarbeitungen beim Fotohändler erschwinglicher wurden und andererseits so Mancher sich eine eigene Dunkelkammer leisten konnte. Trauriger letzter Stand der Analogfotografie ist, dass man Dunkelkammeraus¬rüstungen, Projektoren, Filmkameras auf Fotoflohmärkten zum Preis einer guten Flasche Wein bekommt.

Mein erster eigener Fotoapparat war eine österreichische Sport-Box aus Bakelit im ausgestorbenen Format 4x4 cm, mit der mir einige überraschend nette Erinnerungsbilder gelangen. Kurz vor der Matura eroberte dann die Kleinstbildkamera „Steky“ wegen ihres drolligen Aussehens mein Herz, mit Diafilm gelangen einige brauchbare Bilder meiner Maturareise. Leider habe ich dann die Steky samt Projektor verkauft und nur mehr Kleinbildkameras verwendet, zuletzt beinahe das ganze Minolta XD-System. Heute bin ich bei der einfachen Digitalkamera gelandet bin, die einfachere aber auch anspruchsloser Bilder macht. Es gibt aber auch nicht mehr so viel zu fotografieren, nachdem die Enkelkinder herangewachsen sind.

Bevor ich aber mit der Sammlung von Kleinstbildkameras begann, war ich bereits in die Kleinbild-Spiegelreflex-Fotografie eingestiegen. Zu meinem großen Erstaunen hat sich mein „modernes“ analoges Minolta XD-System mittlerweile zu einem Nostalgieobjekt entwickelt. Für Freunde, die sich aus Nostalgie mit der Analogfotografie beschäftigen wollen oder einen Leitfaden für Antikmärkte suchen, schlage ich als eine von vielen Möglichkeiten vor:

PDF   Das Minolta SR/MC/ MD-System mit den Rokkor-Objektiven

Später kaufte ich mir wieder als Erinnerungsstück eine Steky und schon war ich dem Sammlerrausch verfallen. Nachdem die Fotoflohmärkte geradezu dazu verführten, folgte ich dem Rat eines alten Hasen: “Konzentriere dich auf ein bestimmtes Sammelgebiet, sonst wirst du verrückt dabei.“ Damit hat vor etwa 20 Jahren meine Sammlung von Kleinstbildkameras ihre Gründung erlebt.

Wie es weiter gegangen ist, was Kleinstbildfotografie bedeutet, findet sich hier:

PDF   Kleinstbildkameras, große Sammlung kleiner Dinge

vorerst ohne Pocket-Kameras, aber ich arbeite daran.

BOLSEY - CHIYODA - EDIXA - FEINWERK - GAMI16 - GOLDAMMER - HOMER - KIEW - KODAK - KONAN - MAMIYA - MEOPTA - MICO - MINETTA - MINICORD - MINOLTA - MINOX - NIKKOH - OPTIMAR - PETITUX - RIKEN - RICOH - ROLLEI - STEKY - STYLOPHOT - SUZUKI - TOYCHKA - TYNAR - UNIVERSAL - WIRGIN - WHITTAKER - YASHICA - ZUIKO

Natürlich hat mich die Technik mehr interessiert als das Fotografieren selbst. Ich habe auch versucht, dies an Freunde oder meine Enkelkinder weiterzugeben, aber mehr als kurze Vorträge sind dabei nicht herausgekommen. Warum auch, wenn es so viel ausgezeichnete Literatur gibt. Als Einstieg empfehle ich die beiden Bücher von Windisch, Fotoschule I und II, erschienen 1937 im Heering-Verlag. Stören Sie sich nicht daran, dass in einem Werk zeitbedingt ein Foto des „Gröfaz“ abgedruckt ist. An den optischen Gesetzen und den technischen Grundzügen der Analogfotografie hat sich seitdem kaum etwas geändert.